Heterosexuell / hetero & heteroflexibel / homoflexibel

Emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung, vor allem zu Menschen eines anderen Geschlechts.

Definition

Emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung, vor allem zu Menschen eines anderen Geschlechts.

Etymologie

Griechisch heteros (anderer) + lateinisch sexus (Geschlecht). 1868 von Karl-Maria Kertbeny in einem Privatbrief geprägt; erstmals 1869 in einer anonymen deutschen Flugschrift gedruckt.

Geschichte

Eine historische Ironie: „heterosexuell“ wurde von einem Aktivisten für Schwulenrechte geprägt. Karl-Maria Kertbeny (1824-1882) kämpfte gegen die preußischen Sodomiegesetze und brauchte dafür einen Gegenbegriff. „Heterosexualität“ als benannte Identitätskategorie ist eine Erfindung des späten 19. Jahrhunderts; die Vorstellung einer „heterosexuellen Person“ als eigener Menschentyp existierte davor nicht. Der Historiker Jonathan Ned Katz argumentierte in The Invention of Heterosexuality (1995), dass die gesamte Hetero/Homo-Binarität eine moderne kulturelle Erfindung ist.

Häufige Mythen

  • „Heterosexualität ist die ‚natürliche‘ oder ‚normale‘ Orientierung.“ Alle sexuellen Orientierungen sind natürliche Variationen menschlicher Sexualität.

Siehe auch

Quellen & weiterführende Literatur