Andro- vom griechischen andros (Mann) + sexual; Gyne- vom griechischen gynē (Frau) + sexual.
Konventionelle Orientierungsbezeichnungen wie „gay“, „straight“ oder „lesbisch“ werden im Verhältnis sowohl zum Geschlecht der anziehenden Person als auch zu ihrem Anziehungsziel definiert. Für nicht-binäre Menschen können diese Bezeichnungen unpassend oder ungenau sein. Androsexuell und gynesexuell beschreiben nur das Ziel der Anziehung, nicht dessen Verhältnis zum eigenen Geschlecht der anziehenden Person, was sie in nicht-binären Kontexten besonders nützlich macht.
Common myths
„Androsexuell und gynesexuell sind nur komplizierte Arten, straight oder gay zu sagen.“ Für binär-geschlechtliche Menschen mögen sie sich mit straight/gay überschneiden, aber für nicht-binäre Menschen sind sie wirklich distinkt: Sie beschreiben das Ziel, ohne etwas über das eigene Geschlecht der anziehenden Person zu implizieren.
„Diese Begriffe sind überflüssig.“ Für nicht-binäre Menschen tragen „gay“ und „straight“ binäre Geschlechterannahmen, die auf ihr Erleben nicht zutreffen. Diese Begriffe füllen eine echte Lücke.